Geschichte
Bereits im Jahre 797 wurde Haidkauge urkundlich erwähnt und zählt somit zu den ältesten alemannischen Ansiedlungen Oberschwabens.
Ein begüterter Alemanne Pebo schenkte all seine Besitztümer an das Kloster St. Gallen. In den folgenden Jahren 805 und 817 n.Chr. gab
es weitere Schenkungen durch den alemannischen Graf Chadaloh und seinem Bruder Wago. Zu unbekannter Zeit verlor St. Gallen diese
Besitzungen.
Im 13. und 14. Jahrhundert hatten die Klöster Baindt, Schussenried, Rot und Stift Bad Waldsee Besitz am Ort. Später
gehörte Haidgau zur Herrschaft Wolfegg und bildete einen eigenen Gerichtsstand. 1824 wurde Haidgau zur selbstständigen Gemeinde.
Im Jahr 1973 wurde Haidgau eingemeindet und ist heute eine der neun Teilgemeinden von Bad Wurzach.
In Haidgau hat man, so heißt es im Ort, so weit es sich zurückdenken läßt, Fasnet gehalten. Die Bräuche lebten aber mehr vom
Weitersagen der Fasnet, denn sie gehen auf Zeiten zurück, in denen darüber nicht Buch geführt wurde. Und doch gibt es ein paar
Aufzeichnungen amtlicherseits.
In einem Erlass der Herrschaft von 1805 heißt es: "..... sind bei gleichmäßiger
Wegschaffung verboten alle ekelhaften und gräußlichen Vermummungen und Larven..."
Von Fasnetsspielen wurde immer wieder
berichtet, u. a. "Lumpazi-Vagabundus" im Jahr 1928.
Am 14. Juni 1975 wurde die Narrenzunft Chadaloh gegründet. 40 Fasnetsinteressierte trafen sich zur Gründungsversammlung im Café
Heideblick. Der Namensgeber der Zunft ist Chadaloh, der in der Geschichte Haidgaus verankert ist.
Inzwischen zählt die Zunft 150 Mitglieder.